IT-Wissen · Backup
Wie oft sollte ein Backup überprüft werden?
Ein erfolgreicher Sicherungslauf ist ein Anfang, aber noch kein Nachweis für einen funktionierenden Wiederanlauf. Unterscheiden Sie drei Aufgaben: Sicherungsmeldungen kontrollieren, die technische Integrität prüfen und Daten tatsächlich wiederherstellen.
Wie häufig ist sinnvoll?
Legen Sie den Prüfplan nach Änderungsrate und Ausfallfolgen fest. Meldungen sollten nach jedem Lauf ausgewertet werden, bei automatischer Überwachung mit einer zuständigen Person für Warnungen und ausbleibende Läufe. Praktische Rücksicherungstests brauchen einen vereinbarten Rhythmus und zusätzliche Termine nach wesentlichen Änderungen, beispielsweise einem Systemwechsel. Ein pauschales jährliches Häkchen genügt nicht als Beleg für alle zwischenzeitlichen Änderungen.
Eine sichere Testfolge
- Vereinbaren Sie, welche Daten und Anwendungen geprüft werden und wer die fachliche Abnahme übernimmt.
- Wählen Sie einen Sicherungsstand und ein separates Testziel. Überschreiben Sie keine produktiven Dateien.
- Stellen Sie die Daten mit den vorgesehenen Notfallzugängen wieder her. Messen Sie auch die Zeit für Bereitstellung und Zugangsprobleme.
- Öffnen Sie Dateien beziehungsweise starten Sie die Anwendung in einer isolierten Umgebung. Prüfen Sie Inhalt, Vollständigkeit und benötigte Abhängigkeiten.
- Dokumentieren Sie Ergebnis und Abweichungen. Bereinigen Sie Testkopien kontrolliert, wenn sie nicht mehr benötigt werden.
Was gehört in das Prüfprotokoll?
- System, Testumfang und verwendeter Sicherungsstand.
- Verantwortliche Person und vereinbartes Wiederherstellungsziel.
- Start, Ende, beobachtete Dauer und Hindernisse.
- Fachliche Prüfung: Welche Funktion wurde tatsächlich erfolgreich ausgeführt?
- Nicht geprüfte Bereiche und offene Maßnahmen mit Zuständigkeit.
- Ergebnis des Nachtests nach einer Korrektur.
Unterschiedliche Systeme getrennt prüfen
Ein Unternehmen sichert häufig sehr unterschiedliche Systeme: einzelne Dateien, virtuelle Server, Datenbanken, E-Mail-Postfächer oder Konfigurationen von Netzwerkgeräten. Für jedes System muss klar sein, was eine erfolgreiche Wiederherstellung konkret bedeutet. Bei einer Datei genügt möglicherweise das Öffnen und Prüfen des Inhalts. Bei einer Fachanwendung müssen dagegen auch Datenbank, Berechtigungen, abhängige Dienste und Anmeldung funktionieren. Ein bestandener Dateitest erlaubt deshalb keine Aussage über den Wiederanlauf der gesamten Umgebung.
Testdaten und Zugänge schützen
Planen Sie den Umgang mit wiederhergestellten Daten ebenso sorgfältig wie den technischen Test. Testkopien können personenbezogene oder vertrauliche Informationen enthalten und benötigen angemessene Zugriffsrechte. Verwenden Sie ein getrenntes Ziel, begrenzen Sie den berechtigten Personenkreis und dokumentieren Sie, wann die Testdaten wieder entfernt werden. Notfallkonten und Wiederherstellungsschlüssel müssen erreichbar sein, sollten aber nicht ungeschützt im Prüfprotokoll stehen. So lässt sich der Test nachvollziehen, ohne zusätzliche Risiken zu schaffen.
Beispiel: Datei erfolgreich, Server noch ungeprüft
Eine wiederhergestellte PDF lässt sich öffnen. Damit ist dieser konkrete Dateitest bestanden. Ob nach einem Serverausfall auch Anmeldung, Datenbank und Fachanwendung funktionieren, bleibt offen. Das Protokoll sollte diese Grenze ausdrücklich nennen, statt das gesamte Backup als erfolgreich getestet zu bezeichnen.
Was tun bei einem Fehler?
Bewahren Sie noch vorhandene Sicherungsstände auf und klären Sie die Ursache, bevor Sie Aufbewahrungsregeln ändern oder Sicherungsketten löschen. Prüfen Sie, welche Daten seit dem letzten nachweislich nutzbaren Stand ungeschützt sind. Legen Sie eine Ersatzmaßnahme und einen Nachtest fest.
Ich unterstütze bei einem abgestimmten Test und dokumentiere Ergebnisse sowie Lösungsansätze. Grundlage für den gesamten Plan ist das Backup-Konzept. Wie häufig gesichert werden muss, erläutert die Backup-Strategie für kleine Unternehmen.
