IT-Wissen · Microsoft 365
Microsoft 365 und Backup – was Unternehmen beachten sollten
Microsoft 365 bietet Funktionen für Verfügbarkeit, Aufbewahrung und Wiederherstellung. Daraus folgt nicht automatisch, dass jedes gewünschte Wiederherstellungsszenario Ihrer Firma abgedeckt ist. Prüfen Sie den konkreten Dienst und Ihre Einstellungen, statt pauschal von „alles gesichert“ oder „gar nicht gesichert“ auszugehen.
Welche Daten müssen zurückkommen?
- Exchange: einzelne Nachrichten oder ein benötigtes Postfach.
- OneDrive und SharePoint: Dateien, ältere Stände und benötigte Strukturen.
- Teams: unterscheiden Sie Dateien von Nachrichten, Einstellungen und weiteren eingebundenen Inhalten.
- Weitere Dienste: prüfen Sie deren Unterstützung separat.
Eine Sicherung von SharePoint-Dateien ist kein Beleg dafür, dass sämtliche Teams-Inhalte gesichert sind. Ebenso stellt ein synchronisierter Ordner auf einem PC keine vollständige Sicherung des Mandanten dar.
Aufbewahrung ist nicht dasselbe wie ein Wiederanlaufplan
Papierkorb, Versionshistorie und Aufbewahrungsrichtlinien können bei bestimmten Fällen helfen. Entscheidend sind vorhandene Stände, Fristen, Berechtigungen und die Möglichkeit, den benötigten Umfang tatsächlich zurückzuholen. Prüfen Sie auch ausgeschiedene Benutzer und erst spät entdeckte Fehler.
Eine zusätzliche Lösung bewusst auswählen
Microsoft bietet mit Microsoft 365 Backup eine eigene Lösung für unterstützte Exchange-, OneDrive- und SharePoint-Daten. Daneben gibt es andere Sicherungsprodukte. Umfang, Wiederherstellungsgranularität, Speicherung und Abrechnung sind produktabhängig. Eine zusätzliche Lösung ist nicht automatisch im vorhandenen Abonnement enthalten.
Fragen für Ihre Bestandsaufnahme
- Welche Datenobjekte sind konkret eingeschlossen und welche fehlen?
- Wie weit reichen nutzbare Stände zurück?
- Wer darf sichern, löschen und wiederherstellen?
- Was passiert bei einem kompromittierten Konto?
- Kann eine Wiederherstellung vorhandene Daten überschreiben, und wie wird das verhindert?
Ein begrenzter Praxistest
Vereinbaren Sie ein unkritisches Testobjekt und einen unterstützten Wiederherstellungsweg. Prüfen Sie Inhalt, Berechtigungen und benötigte Struktur nach der Rücksicherung. Halten Sie fest, ob nur eine Datei oder auch ein größerer Umfang getestet wurde. Führen Sie keine Löschversuche mit produktiven Kundendaten durch.
Ich unterstütze bei der Bestandsaufnahme und beim dokumentierten Test. Mehr zu Microsoft 365 und Datensicherung. Herstellergrundlage: Microsoft 365 Backup im Überblick.
